Warnzeichen für einen Vitamin-B12-Mangel

Eine gezielte Nahrungsergänzung beugt Mangelerscheinungen vor und ist ein oftmals sinnvoller Zusatz zum gesunden Lebensstil - in jedem Alter. 
Warnzeichen für einen Vitamin-B12-Mangel
(Bild iStock)

Der Vitamin-B12-Mangel und seine Ursachen 

Das Vitamin B12 spielt eine entscheidende Rolle für den gesamten Körper. Nerven, Blut, Haare, Energiestoffwechsel, Muskulatur und selbst die Psyche sind auf den essenziellen Mikronährstoff angewiesen. Selbst bilden kann der menschliche Körper die Substanz nicht. Umso wichtiger ist es daher, den Vitalstoff über die Nahrung regelmässig und in ausreichenden Mengen aufzunehmen. Das ist jedoch nicht einfach. Viele Menschen leiden - oftmals lange Zeit unbemerkt - an einem Mangel. Dafür zeigen sich verschiedene Ursachen verantwortlich: 

  • Alter 
  • chronisch-entzündliche Erkrankungen von Magen oder Darm 
  • Einnahme bestimmter Medikamente
  • Mangel an dem Protein "Intrinsic Factor" 
  • übermässiger Alkoholkonsum
  • vegetarische oder vegane Ernährung 

Mit der Zeit sinkt der Appetit und zudem die Fähigkeit des Verdauungstraktes, Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen. Gleichzeitig werden reichhaltige Vitamin-B12-Quellen wie Fisch, Fleisch, Eier und Milch oftmals nicht mehr als leicht verdaulich empfunden und können nach dem Verzehr Beschwerden erzeugen. Regelmässige Kontrollen durch gezielte Blutuntersuchungen werden dadurch ebenso unerlässlich wie die passenden Gegenmassnahmen bei kritischen Werten. Denn: Besteht ein Mangel zu lange, kann er irreversible Schäden erzeugen. Frühzeitig aktiv zu werden, ist entscheidend.  

Anzeichen für einen Vitamin-B12-Mangel

Ebenso vielfältig wie die Funktionen des Vitamins sind auch die Auswirkungen bei einem Mangel. Eine anhaltende Unterversorgung kann sogar zu Nervenschäden führen. Suchen Sie daher umgehend einen Arzt auf, wenn Sie unter einem oder mehreren Anzeichen leiden: 

1.    Schwäche, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten
2.    Blässe und Blutarmut 
3.    Haarausfall 
4.    Brennende Zunge und Kribbeln in Armen und Beinen
5.    Verwirrtheit, Gedächtnisstörungen und Depression 

Bei diesen Warnzeichen handelt es sich nicht um alle möglichen Symptome, die bei einer Unterversorgung auftreten können. Kopfschmerzen können ebenso dazu gehören wie Lähmungserscheinungen, Sensibilitätsverlust, trockene und empfindliche Haut oder gehäufte Entzündungen der Schleimhäute. Hinzu kommt, dass ein anhaltender Mangel zu Nervenschäden und Muskelschwäche führt, was wiederum eine erhöhte Sturz- und Verletzungsgefahr bedeutet. 

Scheinbare Tollpatschigkeit oder vermeintlich durch das Alter nachlassende Kraft können die Resultate des Vitaminmangels sein. Rechtzeitig erkannt und gezielt ausgeglichen, können Sie die Symptome abklingen lassen und dabei das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit steigern. 

Kontrollen der Blutwerte sind selbst ohne bestehende Beschwerden immer dann sinnvoll, wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören. Das beste Alter gehört bereits dazu. Müssen regelmässig Medikamente zur Behandlung von Diabetes oder zur Regulierung der Magensäure eingenommen werden, wird auf tierische Produkte bei der Ernährung verzichtet oder ist diese insgesamt eingeschränkt, sollte die Häufigkeit der Untersuchungen zunehmen. Denn allein mit der Änderung des Lebensstils können Sie einem Mangel in diesen Fällen nicht vorbeugen und die körpereigenen Reserven von Vitamin B12 werden aufgebraucht. 

Nahrungsergänzung als gezielte Behandlung 

Regelmässig eine Nahrungsergänzung einzunehmen ist erst dann sinnvoll und angeraten, wenn bei Ihnen ein Mangel diagnostiziert wurde. Eine Überversorgung mit Vitaminen kann gefährlich werden, weswegen selbst bei im Supermarkt erhältlichen Produkte Vorsicht angeraten ist. 

Hochwertige Präparate sind bei einem bestehenden Mangel dennoch die beste Wahl, da ein Ausgleich über die Ernährung allein oftmals nicht ausreichend ist und zudem nicht schnell genug wirkt. In Fällen von eingeschränkter Verdauung sind zum einen höhere Dosierungen nötig. Das lässt sich durch Nahrungsergänzungsmittel besser erreichen als durch einen angepassten Speiseplan. Zum anderen können die Vitalstoffe aus der Nahrung oftmals nicht entsprechend aufgenommen werden, sodass selbst grössere Mengen von Vitamin-B12-Quellen auf dem Tisch keinen ausreichenden Unterschied bedeuten. In aufbereiteter Form erfolgt die Aufnahme schneller und einfacher. 

Daher bieten sich Nahrungsergänzungen auch dann an, wenn die Ernährung bei Krankheiten oder in Phasen gesteigerter Belastung leidet und nicht so ausgewogen ausfällt wie gewünscht und nötig. Können Sie hingegen gesund ernähren, entscheidend Sie sich zum Schlemmen. Gute Vitamin-B12-Lieferanten sind beispielsweise: 

  • Fleisch und Wurst
  • Innereien wie Leber
  • fettiger Fisch wie Hering, Makrele und Forelle 
  • Meeresfrüchte 
  • Milch und Milchprodukte 
  • Eier 

Das Frühstücksei zum Sonntag, das Käsebrötchen am Abend und Sushi oder Räucherfisch helfen dabei, den lebenswichtigen Nährstoff in ausreichendem Masse aufzunehmen. Für Vegetarier und Veganer finden sich ebenfalls einige Lebensmittel und Nahrungsergänzungen, die zur Versorgung beitragen. Zu diesen gehören: 

  • fermentierte Sojaprodukte 
  • frisches Sauerkraut 
  • Hefeflocken 
  • Shiitake-Pilze 
  • Wakame 
  • Wurzel- und Knollengemüse 

Allerdings sind die Konzentrationen an Vitamin B12 in diesen Lebensmitteln geringer. Sie müssen daher häufiger und in grösseren Mengen verzehrt werden, um den Bedarf decken zu können. 

Der Einsatz einer Nahrungsergänzung mit Vitamin B12 oder sogar Injektionen mit dem Vitalstoff halten durch die hohe Konzentration zwar längere Zeit an, denn die Substanz kann vom menschlichen Körper gespeichert werden. Die bewusste Ernährung und die bedarfsgerechte Einnahme bei stärkeren Anstrengungen, Belastungen oder einer gesundheitlich eingeschränkten Aufnahmeleistung sind dennoch wichtig, um Mängel gar nicht erst entstehen zu lassen oder schnell ausgleichen zu können.


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