Renovation
Renovation optimal finanzieren
Renovationen betreffen früher oder später fast alle Eigenheimbesitzenden. Sei es, weil die Küche in die Jahre gekommen ist, die Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt werden soll oder der Wunsch nach einem umfangreichen Anbau besteht. Schnell stellt sich dann jeweils die Frage, wie die anstehende Renovation finanziert werden soll. Wer die Investitionen gezielt plant und die verschiedenen Finanzierungsoptionen kennt, kann die richtige wählen und sowohl werterhaltende als auch wertsteigernde Renovationen optimal finanzieren.
Finanzierungsoptionen im Überblick
So vielfältig die Renovation sein kann, so unterschiedliche Finanzierungslösungen gibt es. Viele denken als erstes an den Einsatz von Ersparnissen – sofern man solche besitzt. Es spricht sicherlich nicht viel dagegen, ausser dass man stets abwägen sollte, ob man neben diesen Mitteln genügend andere Reserven besitzt oder diese Mittel nicht anderweitig gewinnbringender einsetzen kann. Sind keine Ersparnisse vorhanden oder sollen diese anderweitig eingesetzt werden, kann für kleinere Renovationen ein Überbrückungskredit in Frage kommen, während für grössere Investitionen eine Aufstockung der Hypothek die eine gute Option sein kann. Eine Hypothekarerhöhung erscheint insbesondere dann realistisch und sinnvoll, wenn die geplante Renovation den Immobilienwert steigert und die Tragbarkeit für eine höheres Hypothekarvolumen gegeben ist. Weiter dürfen Gelder aus der zweiten oder dritten Säule alle fünf Jahre für Renovationszwecke bezogen werden. Hierbei sollten jedoch steuerliche Aspekte beim Bezug der Gelder und eine allfällig resultierende Rentenlücke berücksichtigt werden.
Vorsorgegelder: Beziehen oder verpfänden?
Beim Einsatz von Vorsorgegeldern sollte eine Vorabklärung mit der jeweiligen Pensionskasse erfolgen. Ein direkter Bezug kann steuerliche Konsequenzen haben, weshalb eine Verpfändung des Guthabens in Kombination mit einer Hypothekenerhöhung eine überlegenswerte Alternative ist. So bleibt das Kapital in der Vorsorgeeinrichtung und wird weiterhin verzinst, während gleichzeitig die Hypothek als Finanzierungsinstrument genutzt werden kann. Die höheren Hypothekarzinsen können steuerlich in Abzug gebracht werden, ebenso wie werterhaltende Renovationsmassnahmen, welche idealerweise auf mehrere Jahre verteilt werden, um in mehreren Jahren die Steuerprogression zu brechen.
Energieeffiziente Renovationen und staatliche Förderungen
Besonders interessant ist die Finanzierung von energetischen Sanierungen wie der Einbau einer Wärmepumpe oder einer Solaranlage. Viele Kantone und Gemeinden bieten Förderprogramme an, die solche Massnahmen finanziell unterstützen. Beispielsweise können Förderbeiträge von mehreren tausend Franken erhältlich sein, wenn der Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energiequellen vorgenommen wird. Obwohl diese Massnahmen auch einen wertvermehrenden Charakter haben, lassen sie sich steuerlich absetzen, wodurch sich die Renovationskosten weiter reduzieren.
Strategische Planung zahlt sich aus
Eine sorgfältige Analyse der finanziellen Gesamtsituation, der Hypothekarstrategie und der steuerlichen Auswirkungen ist essenziell, um die optimale Finanzierung für eine geplante Renovation zu finden. Dabei kann auch eine Kombination der skizzierten Möglichkeiten zielführend sein, um die langfristig attraktivste Finanzierungsform zu finden. Eine umfassende Beratung durch Experten von MoneyPark kann dabei helfen.
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