Darum haben Frauen eine höhere Lebenserwartung

Es klingt manchmal wie ein Mythos, jedoch ist etwas dran: Männer sterben im Schnitt etwa fünf Jahr früher. Woran das liegt, verrät der Beitrag.
Darum haben Frauen eine höhere Lebenserwartung
Die unterschiedliche Lebenserwartung der Geschlechter (Bild iStock)

Gründe, für die unterschiedliche Lebenserwartung der Geschlechter

Genetische Vorteile

Genetisch hat eine Frau hinsichtlich der Lebenserwartung bereits einen entscheidenden Vorteil. Verantwortlich dafür ist die sogenannte Homogametie. Homogametie beschreibt das doppelte Vorhandensein eines Chromosoms. Bei den Säugetieren haben die Männchen stets ein X- und eine Y-Chromosomen, die Weibchen haben zwei X-Chromosomen. Das doppelte Vorhandensein des Chromosomen sorgt dafür, dass wichtige Erbinformationen doppelt vorhanden sind. Ist eine der Erbinformationen schadhaft mutiert, kann die Mutation von der gesunden Version ausgeglichen werden. Diese Erkenntnis zieht sich durch das Tierreich. Auch bei anderen Lebewesen gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Dabei müssen jedoch nicht nur die Weibchen im Vorteil sein. Es gibt auch homogametische Männer. Bei Vögeln beispielsweise verfügen die Weibchen über ein Z- und ein W-Chromosomen und die Männchen über zwei Z-Chromosomen. Bei Vögeln sind daher die Männchen im Vorteil.

Gesundheitliche Vorsorge

Frauen sind vorsichtiger was ihre Gesundheit angeht. Sie gehen eher zu Vorsorgeuntersuchungen, setzen sich stärker mit dem Thema Gesundheit und gesundheitliche Vorsorge auseinander und gehen bei Krankheiten früher zum Arzt. Dadurch können Krankheiten schneller erkannt und behandelt oder vorgesorgt werden. Laut Studien fühlen sich Herren im Durchschnitt auch gesünder und schätzen ihre Gesundheit als sehr gut bis gut ein. Bei Krankheiten zögern sie stärker, zum Arzt zu gehen. Fraglich ist dabei, ob sie Arztbesuche aus Zeitmangel, Angst vor einer Diagnose oder aus Überzeugung, gesund zu sein, meiden. Erst mit etwa 75 Jahren gleichen sich beide Geschlechter in der Häufigkeit der Arztbesuche an.

Gesünderer Lebensstil

Die Zahl der Raucher sinkt glücklicherweise. Dennoch sterben in Deutschland jährlich etwa 110.000 Menschen an gesundheitlichen Folgen, die das Rauchen mit sich bringt. Rauchen ist der grösste Risikofaktor für Lungenkrebs. Zudem kann Rauchen Ursache für instabile Knochen, Herzinfarkt und ein geschwächtes Immunsystem sein. Bei starken Rauchern liegt die Lebenserwartung etwa 10 Jahre unter dem Durchschnitt. Mit etwa 27 Prozent der Herren rauchen sie häufiger als die Damen. Bei denen liegt der Anteil an Raucherinnen nur bei 20 Prozent. 

Auch bei Alkohol ist ein Unterschied zwischen den Geschlechtern erkennbar. Die weibliche Bevölkerung trinkt etwa nur ein Drittel so viel wie die Herren. Alkohol kann mit über 200 Krankheiten in Zusammenhang gebracht werden. Regelmässiger Alkoholkonsum schädigt die Leber, das Herz-Kreislauf-System und kann den Blutdruck erhöhen. 

Zudem zeigen Damen weniger körperliche Reaktionen auf Stress, obwohl sie ihn meist als schlimmer wahrnehmen als die Herren. Da männliche Körper das Stresshormon Cortisol anders verarbeiten als weibliche Körper, zeigen sich verschiedene körperliche Reaktionen. Stress kann den Blutdruck erhöhen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen. Bei Männern ist das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgrund von Stress weitaus höher. So bekommen sie etwa doppelt so häufig einen Herzinfarkt wie die Damen. Damen gehen zudem besser mit Stress um. Sie meditieren und machen Yoga, statt den Stress zu verdrängen. 

Höhere Risikofreude

Bei Männern ist die Risikofreude weitaus höher. Wohingegen die weibliche Bevölkerung vorsichtiger sind. Der männliche Körper enthält höhere Mengen des Hormons Testosteron, das zu höherer Risikobereitschaft führt. Bei Männern ist die Wahrscheinlichkeit im Strassenverkehr Unfälle zu bauen höher. Solche Unfälle enden leider nicht selten tödlich. Männliche Personen sterben bei Verkehrsunfällen etwa doppelt so oft. Obwohl weibliche Personen bei Unfällen ein höheres Sterbe- und Verletzungsrisiko haben. Das Risiko für schwere Verletzungen ist bei Damen etwa 47 Prozent höher als bei Männern.


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