Kinderwohl bei Trennung
Co-Parenting meistern: Gemeinsam stark trotz Trennung

Co-Parenting - so gelingt geteilte Elternschaft
Co-Parenting, auf Deutsch Co-Elternschaft, kann herausfordernd, aber bei guter Umsetzung sowohl für die eigenen Kinder als auch die Eltern lohnenswert sein. Die Erwachsenen arbeiten zusammen, um ihre Kinder optimal zu betreuen und zu unterstützen. Wie es am besten gelingt, für alle eine positive Erfahrung wird und Co-Eltern trotz Trennung ein gutes Team bleiben oder danach im Sinne des Kindes wieder eine Einheit bilden, lesen Sie hier.
Kommunikation ist das A und O beim Co-Parenting
Co-Elternteile entscheiden sich gegen eine Liebespaarbeziehung, aber trotz Trennung gemeinsam für ihr Kind. Beide Eltern teilen sich die Verantwortung und Pflichten. Das Wohl und die Bedürfnisse des Kindes stehen stets im Vordergrund. Innerhalb der Familie soll es sich sicher und von beiden geliebt fühlen. Die Elternteile müssen für eine gelungene Co-Elternschaft offen, ehrlich und regelmässig miteinander kommunizieren, Kompromisse eingehen und gemeinsame Entscheidungen treffen, die dem Kind Stabilität und Unterstützung bieten. Bei der Kommunikation bezüglich der geteilten Elternschaft sind folgende Aspekte wichtig:
- Überzeugungen
- Werte
- Wünsche
- Erwartungen
- Grenzen
- Alltagsroutine
- Fragen und Anliegen des anderen
Durch die Festlegung können beide die Ansichten des anderen besser verstehen, Bedenken besprechen, Kompromisse eingehen und eine gemeinsame Basis schaffen. Eine effektive Kommunikation hilft Ihnen, Missverständnisse zu vermeiden, eine gute Beziehung zum anderen Elternteil aufzubauen und das Wohl Ihres Kindes sicherzustellen.
Konflikte unter dem Beisein des Kindes meiden
Konflikte der Eltern können sich negativ auf das Wohlbefinden der Kinder auswirken. Laut Studien leiden sie häufiger unter psychischen Beschwerden oder Verhaltensauffälligkeiten. Daher gilt es, Konflikte möglichst unter vier Augen auszutragen sowie ein liebevolles, friedliches und harmonisches Umfeld zu schaffen. Bei einem gelungenen Co-Parenting hat das Kind Vertrauen, ein höheres Sicherheitsgefühl, kann sich einfacher auf die Trennung einstellen und mit den Veränderungen umgehen. Wird es bei Streitigkeiten hineinverwickelt und soll Partei ergreifen, kann dies Stress und Unsicherheit verursachen. Achten Sie bei allen Gesprächen auf einen sachlichen und respektvollen Umgangston.
Bedenken Sie:
Eltern sind die Vorbilder, Kinder ahmen nach und lernen dadurch für ihr eigenes Leben. Lassen Sie persönliche Differenzen und Meinungsverschiedenheiten beiseite, um optimal als Team für Ihr Kind zu agieren. Studien belegen, dass das Co-Parenting neben der kindlichen Entwicklung auch die Bindungssicherheit beeinflusst.
Co-Parenting erfordert Respekt
Respekt ist, wie in jeder Beziehung, auch bei einer Co-Elternschaft unverzichtbar. Respektieren Sie den anderen und versuchen Sie, alles auf eine professionelle Art zu betrachten, eine kooperative Basis aufzubauen, die besten Entscheidungen für Ihr Kind zu treffen, vereinbarte Pläne und Absprachen nicht zu ändern und gemeinsam an den Zielen zu arbeiten. Hören Sie aktiv zu und respektieren Sie die Privatsphäre des anderen.
Kompromissbereit und zuverlässig sein
Sie werden mit Ihren Ansichten und Meinungen nicht immer übereinstimmen. Seien sie in diesen Momenten offen für Kompromisse und finden Sie gemeinsam eine Lösung, die die Erwartungen und Grenzen von beiden erfüllt. Versuchen Sie, Dinge aus der Perspektive des anderen zu sehen und sich in dessen Lage zu versetzen. Zum respektvollen Umgang gehört es auch, pünktlich zu Terminen und Treffen zu sein und die Besuche nicht kurzfristig abzusagen. Ein schriftlich verfasstes Dokument kann es vereinfachen, zu gewährleisten, dass die Regeln gleich sind. Es hält die Ausgestaltung der Co-Elternschaft fest. Ein stabiles Umfeld für Ihr Kind schaffen folgende Aspekte:
- Zuverlässigkeit
- Beständigkeit
- Aufrechterhaltung einer konsistenten Routine
Holen Sie Unterstützung, falls nötig
Wenn es Ihnen nicht gelingt, dass Co-Parenting wie gewünscht umzusetzen oder Sie mit den Veränderungen nicht zurechtkommen, können Sie sich Hilfe holen. Ein Gespräch mit einer vertrauenswürdigen Person kann Unterstützung bieten. Sie können zudem mit einem Therapeuten sprechen, um die Herausforderungen und Probleme der Co-Elternschaft zu bewältigen. Auch eine professionelle Mediation kann von grossem Vorteil sein und dabei helfen, die Kommunikation zu erleichtern und Kompromisse zu finden. Co-Parenting-Apps und Webseiten schaffen für Eltern ebenso die Möglichkeit, zu kommunizieren, sich auszutauschen und Zeitpläne zu verwalten. Von all dem profitieren sowohl die Eltern als auch das Kind.
Fazit
Co-Parenting ist ein Familienmodell, bei dem die Verantwortung für das Kind ohne eine romantische Liebesbeziehung geteilt wird. Es schafft klare Strukturen und Vereinbarungen und stellt das Wohlergehen des Nachwuchses in den Vordergrund. Es soll eine harmonische, unterstützende und liebevolle Umgebung geschaffen werden. Damit die Co-Elternschaft gelingt, sind die richtige Einstellung, Kommunikation, Respekt, Organisation, Absprachen, Kompromissbereitschaft und Zuverlässigkeit wichtig. Wenn sich das Kind all dessen und der Liebe beider sicher ist, kann es leichter mit einer Trennung umgehen.
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